Update 2022-08-27: der aufmerksame Leser hat eine Lücke in der Ur-Liste gefunden…Eintrag ergänzt!

Welche Liste eigentlich? Ich hole etwas aus. Andeutungsweise und praktisch nur für Insider verständlich klang das schon mal hier und hier an.

Es war Ende der 80er, Anfang der 90er. Ein eingeschworener Kreis war regelmäßiger Besucher bei Tanzveranstaltungen klassischer Art, der Amerikaner sagt “Ballroom Dancing” dazu. Tanztee bei der Tanzschule Sauber in WN, Tanzpartys der Katholischen Jugend WN in den Gemeindehäusern in Neustadt, Hegnach oder der Kernstadt. Eben was man so machte, wenn einem nach Stilvollerem und Kultivierterem als Disco-Gezappel war.

Während es für Tänze wie Cha-Cha-Cha, Rumba, Jive, (Disco-)Fox oder teilweise sogar Tango mehr als genug Pop-/Rock-Material gab, war die Auswahl für den “Wiener Walzer” oder auch “Schneller Walzer” (weil: recht wenig Wien am Start) schon eher dünn, und so war es eine Art Sport, eine ausreichende Anzahl walzertauglicher Songs zu sammeln. Die daraus resultierende (zumindest im oben genannten eingeschworenen Kreis bekannte) doch eher kurze Liste bestand aus folgenden Popsongs:

  • OMD – Maid Of Orleans
  • Sensus – Sensus
  • Depeche Mode – Clean
  • Erasure – Witch In The Ditch
  • Enya – Caribbean Blue
  • Mecano – Hijo De La Luna (oder als Cover von Loona oder von sehr vielen anderen Künstlern)
  • …und in schwachen Momenten der großen Verzweiflung auch Mandy Winter – Julian

Und nun: Neuzugänge für die Liste. Die Links führen zu YouTube, das heute offenbar das Musikarchiv der Neuzeit darstellt, und während ich das schreibe trauere ich bereits der guten alten Modem- und ISDN-Zeit mit Napster, Gnutella und edonkey nach.

Ergänzungen werden immer gerne per Mail entgegengenommen.

Ergänzung 1 2022-08-27: für die Ur-Liste, da fehlte doch tatsächlich Depeche Mode – Clean (vom Album “Violator”, von dem die meisten vermutlich nur “Personal Jesus” und “Enjoy The Silence” erinnern).

Ich hatte im vorigen Beitrag von einigen Musikneuentdeckungen berichtet, und entgegen meiner sonstigen Gewohnheit “erst mal kaufen, dann eine Weile abhängen lassen, dann auf den Auto-USB-Stick und nach und nach durchhören” kann ich schon jetzt von einigen ersten Ergebnissen und Erfahrungen berichten. Aber nur von einer Künstlerin und einer Band: Charlotte Wessels und Delain.

Das Schmerzhafte vorab: die Band hat sich 2021 getrennt, und wenn man sich die Interviews der Ex-Bandmitglieder danach so anhört oder durchliest, war das Auseinandergehen nicht ausschließlich freundschaftlich (aber immerhin scheinen sich alle Beteiligten recht professionell verhalten zu haben, was in diesem Business ja auch nicht selbstverständlich ist). Und warum ist es schmerzhaft? Weil die Lieder von Delain “genau meine Mucke sind” (wie die coolen Jungs in den 80ern zu sagen pflegten). Einfach mal auf YouTube ein paar der “Official Videos” probehören und dann tiefer in die diversen Alben einsteigen – meine Song-Favoriten sind derzeit: The Gathering, We Are The Others (vor allem die neuere Balladen-Version, die IMHO besser zum Thema des Songs passt), Are You Done With Me, Get The Devil Out Of Me, Breathe On Me, Here Come The Vultures, Stardust, Suckerpunch, Fire With Fire, Burning Bridges, Masters Of Destiny, The Greatest Escape…insgesamt kommt die Musik meinen Hörgewohnheiten sehr entgegen, denn die Alben sind durchgängig von hoher Qualität, quasi kein Song mit großartigem Durchhänger. Also “Alben hören” wie ich es am liebsten mache.

Nun kennt man bzw. mindestens ich das Thema “Band trennt sich” ja von früher. Ich habe Marillion jenseits von Kayleigh auch erst wirklich für mich entdeckt, als Fish schon auf Solopfaden wandelte – und nach der Trennung neigte ich deutlich mehr zu Fish als zur Rest-Band mit neuem Sänger, mit dem ich nie warm wurde. Und genau hier entwickelt sich die Parallele: Charlotte Wessels macht gerade (oder genauer: schon seit Mai 2020, aber ich bin ja “late to the party”) eigenständig weiter und hat sich quasi selbständig gemacht um mittels Fan-Unterstützung über Patreon ihre Kunst unabhängig weiterzutreiben. Und sie ist da sehr rührig: jeden Monat am 13. gibt es einen – der Name ist Programm – “Song Of The Month”, in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen, die teils auch sehr weit weg sind vom Delain-Style. Vor allem zeigt das aber, dass Charlottes sensationelle Stimme zu wirklich vielen Stilrichtungen passt. Der beste Song dieser inzwischen 26 Kreationen ist meines Erachtens “Soft Revolution” (das in voller Länge bei YouTube genossen werden kann) – Anhören, gut finden, und vielleicht auch bei Patreon Unterstützer werden. Zugriff auf die “Song Of The Month”-Kollektion gibt es schon im niedrigsten Unterstützerlevel für gerade mal 3€ (zzgl. diverser Gebühren/Steuern) pro Monat, ab 5€ kann man an den “monthly hangouts” teilnehmen, was durchaus Unterhaltungswert hat, wie ich festgestellt habe. Um die ganze Bandbreite aufzuzeigen: direkt nach “Soft Revolution” am besten “Against All Odds” anhören.

Nun kann ich nicht gerade sagen, dass “Fantum” für irgendwas mein Ding ist. VfB-Abstiege habe ich eher achselzuckend zur Kenntnis genommen. Das letzte gecancelte Fish-Konzert – tja, was soll man machen. Keine Konzerte während der Corona-Zeit – einfach hingenommen. Eine Band hat sich getrennt, ohne dass ich sie je live gesehen habe – passiert, nicht so schlimm. Warum also die Patreon-Geschichte bei Charlotte Wessels? Ich habe keine Ahnung. Ich entdecke da einfach viele interessante Aspekte, beispielsweise teilt sie auch diverse Infos über ihren Songwriting-Prozess und wie man heutzutage mit den modernen Computer-Tools solche wirklich professionell anmutenden Produktionen im Alleingang zusammenbauen kann. Aufgrund völliger musischer Talentfreiheit werde ich in meinen Leben ganz sicher niemals einen Song produzieren, aber interessieren tut es mich trotzdem. Wer hätte gedacht, dass Cubase von Steinberg immer noch ein aktuelles Stück Software ist? Kenne ich noch aus den Atari ST-Gründerzeiten, als das noch die führende Low-Cost-MIDI-Plattform war.

Noch mal zurück zu Charlottes großartiger Stimme: ein Amazon-Rezensent hat bei irgendeinem Delain-Album für Charlotte Wessels den Begriff “Goldkehlchen” benutzt. Ich weiß nicht, ob die Verniedlichungsform dieser ausgewachsenen Stimme angemessen ist, aber “Gold” trifft es in jedem Fall.

Ich bin musiktechnisch der klassische CD-Käufer und eher-selten-Streamer. Weil ich sehr viel Wert auf Qualität lege und beim Streaming schon zu oft an dieser Stelle Schwächen identifiziert habe. Also selbst rippen von CD (natürlich mit der eigenen Software), denn natürlich will keiner im Zeitalter der Network-Player (sei es das Mobiltelefon oder der AV-Receiver oder der Blu-Ray-Recorder) dauerhaft zum CD-Discjockey werden. Wer jetzt “CD-Wechsler” sagt: da war das Maximum ja mit dem Sony-Modell für 400 CDs erreicht. Wem soll das denn reichen? Eben. Und für den Genuss im bewegten KfZ haben USB-Stick und Bluetooth eben auch klare Vorteile gegenüber CD-Wechslern.

Während ich früher eher so der immer-mal-wieder-eine-bis-drei-CDs-Käufer war (damals noch zu Lerche-Zeiten – Stuttgarter in meinem Alterskorridor erinnern sich), bin ich heute mehr so der “oh, cool, der Interpret gefällt mir, da kaufe ich gleich mal ein paar bis alle CDs von”-Käufer. Kaufanlässe sind Abi-Treffen (“alle Arena-CDs”), aber vor allem Musik-Dokus. “Metal Evolution”, eine großartige Serie über Heavy Metal und Hardrock, hat mir beispielsweise eine vollständige DragonForce-Sammlung eingebracht.

Nun bin ich seit einiger Zeit Nightwish-Fan (damals, als Musikfernsehen noch eine gute Sache war – “Nemo” gesehen, alle CDs gekauft). Und bin über die neue Sängerin Floor Jansen und Amazon Prime über eine Musik-Doku namens “Soaring Highs and Brutal Lows: The Voices of Women in Metal” gestolpert. Nebenbei bemerkt: inhaltlich interessant und entgegen meiner ersten Befürchtung recht wenig feministisches Gejammere dabei. Jedenfalls veranlasste mich das zum Kauf eines größeren Konvoluts an CDs von After Forever (Floor Jansen), Epica (Simone Simons) und Delain (Charlotte Wessels). Und nach etwas YouTube-Gestöbere auch von Evergrey, Threshold, Visions of Atlantis und Within Temptation. Dabei festgestellt: es gibt eine neue CD von Beyond the Black.

OK, das wird jetzt ein bisserl dauern bis ich mich da durchgehört habe…

Regelmäßige Leser erinnern sich: hier fragte ich, welche drei der genannten fünfundsiebzig Titel meine Lieblings-Tanz-Songs der guten alten Zeit waren.

Enttäuschend: nicht mal die beiden Insider, die damals dabei waren, konnten die Frage beantworten. Schämt Euch 🙂

Genug Pseudo-Spannung erzeugt. Hier die Lösung:

  • Der “Schnelle Walzer” war natürlich einfach: “Maid Of Orleans” von OMD. Ein Klassiker. Und sauschnell.
  • Der Jive war nicht leicht, aber erratbar, weil damals der Klassiker schlechthin: “Tainted Love” von Soft Cell.
  • Die Rumba war echt schwer, weil da reichlich in der Liste standen. Gemeint war “Jerusalem” von Alphaville. Als Alternative hätte ich noch “Some People” von Cliff Richard gelten lassen, aber das stand ja nicht auf der Liste.

Auch den Bonuspunkt kann ich leider nicht vergeben. Meine erste Vinyl-Maxi war “Crockett’s Theme” von Jan Hammer. Synthi-Sound der heute noch begeistert. Im Gegensatz zu den damals gleichzeitig erworbenen drei Singles, über die wir lieber den Mantel des Schweigens ausbreiten.

Sieht so aus, als ob ich zukünftig leichtere Quizfragen stellen muss.

Vor einigen Stunden ging – wieder mal – die große SWR1-Hitparade zu Ende. Für mich ist der Reiz dieser inzwischen jährlichen Veranstaltung lange weg, ganz anders als zur Premiere Ende der 80er mit der Top 1000X (und nachfolgend der Top 2000D als gesamtdeutsche Hitparade und schließlich der Top 1000XL – bevor es dann irgendwie Routine wurde). Ich bin sicher, ich finde noch irgendwo im hubersn-Dungeon die Originaltitellisten aus dieser Zeit – heute gibts die ja zum Download nur mit dem unpassenden SWR1-Logo, wo doch damals alles “für den wilden Süden” war. SDR3, mit Sunday-Point, 6-Tage-Radio, und dem Kino-Kontraindikator Peter Kreglinger. Die Älteren erinnern sich. Vielleicht auch noch an Platz 1501 der Top 1000X und Platz 2006 der Top 2000D. Zwei winzige, unbedeutende Einträge in meinem persönlichen Handbuch des nutzlosen Wissens.

Wie dem auch sei, bei der Hitparade 2019 fällt Platz 5 ins Auge und bringt mich zu einer sehr kurzen Liste von Klassikern des schwäbischen Liedguts und erinnert mich erneut daran, dass es wirklich schwierig ist, schwäbisch “richtig” zu schreiben.

  • Wolle Kriwanek – Stroßaboh
  • Schwoißfuaß – Oinr isch emmr dr Arsch
  • Grachmusikoff – Drägglacha Blues
  • Friedi – Schwaben-Rap
  • Füenf – Mir im Süden
  • Pferdle & Äffle – Hafer- und Bananenblues

Es scheint einen leichten Blues-Überhang im Schwobaländle zu geben. Really Sentimental Songs.

Wir halten kurz inne in Gedenken an Wolle Kriwanek, der viel zu früh verstorben ist.

Aus aktuellem Anlass habe ich meine Favoriten aus alten Zeiten sowie ausgewählte neuere Stücke der Rocker aus Down Under zusammengestellt. Unbedingt in dieser Reihenfolge anzuhören, die ist wirklich liebevoll ausgetüftelt. Oder es war ein Zufallsgenerator. Wir werden es nie erfahren.

Nur wer auf Anhieb sagen kann, welches Album hier am häufigsten vertreten ist, kann als AC/DC-Kenner durchgehen!

  • Highway To Hell
  • Hells Bells
  • T.N.T.
  • The Jack
  • Who Made Who
  • Thunderstruck
  • Touch Too Much
  • Night Prowler
  • Stiff Upper Lip
  • Walk All Over You
  • Back In Black
  • You Shook Me All Night Long
  • For Those About To Rock

Bisher erschienen in der Reihe “Playlists”:

Als Kind der 80er (“Kind” im Sinne von “damals in der Musikcharts- und Bravo-Phase”) bin ich natürlich geprägt von den klassischen 4-Minuten-Popsongs dieser Zeit. Im Gegensatz zu den eher schwermütig-experimentell-flower-powerigen 70ern echte musikalische Zuckerwatte – süß und leicht verdaulich.

Nun habe ich in meiner großen 80er Playlist vielleicht 200 bis 300 Titel gesammelt (und das ist nur Stilrichtung “Pop” bis “Rock”, also ohne die NDW-, die ProgRock- und die Heavy-Fraktion, aber auch ohne die “ganz klassischer Rock”-Fraktion wie Pink Floyd oder Dire Straits – ja, das ist die pure Willkür, aber es ist meine Willkür!), und so wurde ich letztens von der Frage nach meiner persönlichen “Top 3” der 80er doch kalt erwischt. Die Lieder, die mir nach kurzem Hirnen eingefallen sind, sind nach längerem Nachdenken vielleicht doch eher so Top 20 statt Top 3, und so wollte ich – solange die Frage noch frisch und präsent ist – mal schriftlich festhalten, was nach etwas längerem Nachdenken nun tatsächlich Sache ist. In meinem Alter braucht man ja oft Gedächtnisstützen, man kann sich ja nix mehr merken…

Hauptmerkmal all dieser Song-Erinnerungen ist die Tendenz zu lautem Mitsingen (natürlich nur in “geschützten Räumen”, in denen ich gleichzeitig einziger Zuhörer bin – Folter ist ja generell untersagt) zu verleiten, und zwar schon bei den ersten Takten. Ebenfalls eine Tendenz zum “Repeat”. Und der niemals-dran-satthören-Effekt. Die Latte liegt also hoch.

Genug der Vorrede, nachfolgend die Liste. Es sind dann doch ein paar mehr Titel geworden als die zunächst angepeilten 20…die ersten drei dürfen als die gesuchte “Top 3” betrachtet werden, könnte aber nächste Woche schon anders aussehen. Es ist eben sauschwer, da eine Reihenfolge festzulegen. Wie entscheidet man sich zwischen der Ballade und dem fetzigen Gassenhauer? Das ist wie die Frage, ob eine Komödie oder ein Actionfilm “besser” ist.

  • Marillion – Kayleigh
  • Foreigner – Juke Box Hero
  • Alphaville – Forever Young
  • Slade – My Oh My
  • Rick Springfield – Celebrate Youth
  • a-ha – Take On Me
  • Don Henley – The Boys Of Summer
  • Kenny Loggins – Welcome To Heartlight
  • Billy Idol – Rebel Yell
  • Whitesnake – Here I Go Again
  • Queen – Who Wants To Live Forever
  • Richard Marx – Right Here Waiting
  • Camouflage – The Great Commandment
  • Depeche Mode – People Are People
  • Bon Jovi – Runaway
  • Kim Wilde – Kids In America
  • Cyndi Lauper – Time After Time
  • The Police – Every Breath You Take
  • Michael Jackson – Billie Jean
  • U2 – With Or Without You
  • Blondie – Call Me
  • Men At Work – Down Under
  • Survivor – Burning Heart
  • Berlin – Take My Breath Away
  • Bryan Adams – Summer of ’69
  • Bangles – Eternal Flame
  • Toto – Africa
  • Hall & Oates – Maneater
  • Simple Minds – Belfast Child
  • Scorpions – Still Loving You
  • New Order – True Faith
  • Soft Cell – Tainted Love
  • Billy Joel – Leningrad
  • White Lion – When The Children Cry
  • OMD – Maid Of Orleans
  • Duran Duran – Wild Boys
  • Frankie Goes To Hollywood – Relax
  • Van Halen – Jump
  • Pat Benatar – Love Is A Battlefield
  • Cat Stevens – Father And Son
  • Phil Collins – In The Air Tonight
  • Genesis – Land Of Confusion
  • Jan Hammer – Crockett’s Theme
  • Spandau Ballet – Through The Barricades
  • Heart – Alone
  • John Waite – Missing You
  • REO Speedwagon – Can’t Fight This Feeling
  • Mr Mister – Kyrie
  • John Parr – St. Elmo’s Fire
  • Asia – Voice Of America
  • Peter Cetera – Glory Of Love
  • Cheap Trick – The Flame
  • Starship – We Built This City
  • Chris de Burgh – Don’t Pay The Ferryman
  • Midnight Oil – Beds Are Burning
  • Bronski Beat – Smalltown Boy
  • Erasure – Oh L’Amour
  • Ultravox – Hymn
  • Twisted Sister – We’re Not Gonna Take It
  • Yazoo – Don’t Go
  • Pet Shop Boys – It’s A Sin
  • Jennifer Rush – The Power Of Love
  • Mike Oldfield – Shadow On The Wall
  • Fiction Factory – Feels Like Heaven
  • John Farnham – You’re The Voice
  • Roxette – It Must Have Been Love
  • Marillion – Incommunicado
  • a-ha – The Sun Always Shines On TV
  • Billy Idol – White Wedding
  • Kenny Loggins – Danger Zone
  • Survivor – Eye Of The Tiger
  • Foreigner – I Want To Know What Love Is
  • Alphaville – Jerusalem
  • Simple Minds – Don’t You Forget About Me
  • Mr Mister – Broken Wings

Ich hoffe, ich habe mich bei keinem Titel im Jahrzehnt geirrt…

Das waren also die 80er. Wer nicht bei jedem Titel direkt mindestens den Refrain im Kopf hat, war nicht dabei.

Und dazu das aktuelle Quiz: wer als erstes herausfindet, welche der drei Titel zu den guten Erinnerungen an die sonntäglichen Besuche des “Tanztees” in der Tanzschule Sauber in WN gehören, bekommt eine Einladung zum Essen. Nützlicher Tipp: man tanzt auf die gesuchten drei Titel Jive, Rumba und Schneller (denn mit Wien hat es wirklich nichts zu tun) Walzer. Insider, die damals mit dabei waren, sind von der Teilnahme selbstverständlich ausgeschlossen 🙂 Teilnahme per E-Mail, Einsendeschluss ist der 31.12.2019 (macht ein Einsendeschluss Sinn, wenn nur der erste richtige Einsender gewinnt?). Es gilt das Datum der Mail. Bonuspunkte für das Erraten meiner ersten Vinyl-Maxi-Single.

Bisher erschienen in der Reihe “Playlists”:

Seit gestern läuft der Vorverkauf – die Spiders werden ihr Jubiläumskonzert zum 40jährigen Bestehen in München in der Olympiahalle bestreiten. Das Konzert zum 35jährigen im Olympiastadion war ja mehr Rahmenprogramm als Hauptevent, umso ambitionierter erscheint der Plan zum 40jährigen.

Also, Karten ordern, mehr als ein Jahr Vorfreude steht uns bevor. Und hoffen, dass die Jungs im fortgeschrittenen Alter gesund bleiben – 2017 feiert Günther immerhin seinen Siebzigsten.

Zur Überbrückung empfielt sich der Besuch eines der klassischen “Feuerwehrfest-Zelt-Konzerte”, die es dieses Jahr noch einige Male geben wird. Oder vielleicht die DVD mit dem Konzert zum 25jährigen Jubiläum?

Ich höre ganz gerne Progressive Rock. Die alten Marillion-Sachen, Fish, Arena oder auch IQ. Wahrscheinlich also eher Neo-Prog, nicht das alte 70er Zeugs. Ich kann nicht behaupten, dass mich die eher experimentellen, extrem langen Stücke besonders ansprechen – ich mag es, wenn es eher in Richtung Pop oder klassischem Rock gehen. Wie es halt so ist, wenn man musiktechnisch in den 80ern sozialisiert wurde.

Es gibt aber ganz besondere Stücke, die über weite Strecken eher experimentell bis disharmonisch angelegt sind, und dadurch eine enorme Spannung aufbauen. Die dann an einem Punkt des Songs plötzlich übergeht in eine außergewöhnliche Harmonie, in eine perfekte Melodie, in eine grandiose Auflösung. Kennt man so ein Stück gut, fiebert man diesem Punkt geradezu entgegen, und es stellt sich dann ein außergewöhnliches Wohlfühlgefühl ein – ich nenne das einen “Hör-Orgasmus”.

Beispiele:

  • Arena – Moviedrome – 17:32
  • Arena – The Great Escape – 3:38
  • Fish – Plague of Ghosts – 17:17
  • Marillion – Fugazi – 6:40
  • Marillion – Incubus – 5:25
  • Marillion – Heart of Lothian – 2:30

Wer weitere Beispiele kennt – ich bitte um eine Email.

Es ist Anfang der Neunziger des letzten Jahrhunderts. Eine eingeschworene Truppe, die sich über langsame Modems, BBSes (auch “Mailboxen” genannt) und das FidoNet kennengelernt hat, trifft sich jeden zweiten Freitag im Monat im Schützenhaus in Stuttgart-Heslach zum “Greitag”, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Zur Stammbesatzung gehören vier Fido-Points – Jochen L. (später Sysop der “Linemelter BBS”), Peter G. (später Sysop der “Lost Hope BBS”), Dieter H., Steffen H. – und zwei Mailboxbetreiber (Fido-Nodes), Alexander L. K. (Sysop der “Piraten-Box”) und Thomas W. (Sysop der “Point of no Return”-Mailbox).

Es war nicht nur die große Zeit der Mailbox-Systeme, des FidoNet und dem Anfang der DFÜ-Szene, die irgendwann ins Internet münden wird. Nein, es ist auch der Beginn der “Eurodance”-Zeit, eines ganz besonderen Musikstils, deren bekannteste und erfolgreichste Vertreter vermutlich Snap (Münzing/Anzilotti) und U96 (Christensen) sind. Am Rande: das Duo Münzing/Anzilotti war früher mal, gesponsert von Commodore und mit Werbung für den Amiga 500 auf dem Plattencover als “16 Bit” unterwegs.

Jedenfalls war die Musik im Schützenhaus immer Charts-Mainstream. Und damit Anfang der 90er natürlich Eurodance bis zum Abwinken. Irgendwann kann man sich nicht mehr dagegen wehren und lernt die Harmonien und den Beat zu schätzen. Und so kommen dann Playlisten wie diese zustande.

  • BG The Prince of Rap – The Colour Of My Dreams
  • Pharao – There Is A Star
  • 2 Unlimited – Tribal Dance
  • Snap – Rhythm Is A Dancer
  • Culture Beat – Mr. Vain
  • Captain Hollywood Project – Only With You
  • Corona – The Rhythm Of The Night
  • Masterboy – Feel The Heat Of The Night
  • 2 Unlimited – No Limit
  • Double You – Please Don’t Go
  • Dr. Alban – Sing Hallelujah
  • Culture Beat – Anything
  • Haddaway – What Is Love
  • Ice MC – It’s A Rainy Day
  • Twenty 4 Seven – Slave To The Music
  • Jam & Spoon – Right In The Night
  • La Bouche – Be My Lover
  • Love Message – Love Message
  • Masterboy – Is This The Love
  • Captain Hollywood Project – More And More
  • Maxx – No More
  • MC Sar & The Real McCoy – Another Night
  • Dr. Alban – It’s My Life
  • Mr. President – Up’n’away
  • Pharao – I Show You Secrets
  • Prince Ital Joe feat. Marky Mark – United
  • Playahitti – The Summer Is Magic
  • Snap – Exterminate
  • Twenty 4 Seven – Is It Love
  • Cappella – U Got 2 Let The Music
  • U96 – Love Religion
  • Urban Cookie Collection – The Key, The Secret
  • Ice MC – Think About The Way

Bisher erschienen in der Reihe “Playlists”: