Seit gestern läuft der Vorverkauf – die Spiders werden ihr Jubiläumskonzert zum 40jährigen Bestehen in München in der Olympiahalle bestreiten. Das Konzert zum 35jährigen im Olympiastadion war ja mehr Rahmenprogramm als Hauptevent, umso ambitionierter erscheint der Plan zum 40jährigen.

Also, Karten ordern, mehr als ein Jahr Vorfreude steht uns bevor. Und hoffen, dass die Jungs im fortgeschrittenen Alter gesund bleiben – 2017 feiert Günther immerhin seinen Siebzigsten.

Zur Überbrückung empfielt sich der Besuch eines der klassischen „Feuerwehrfest-Zelt-Konzerte“, die es dieses Jahr noch einige Male geben wird. Oder vielleicht die DVD mit dem Konzert zum 25jährigen Jubiläum?

Ich höre ganz gerne Progressive Rock. Die alten Marillion-Sachen, Fish, Arena oder auch IQ. Wahrscheinlich also eher Neo-Prog, nicht das alte 70er Zeugs. Ich kann nicht behaupten, dass mich die eher experimentellen, extrem langen Stücke besonders ansprechen – ich mag es, wenn es eher in Richtung Pop oder klassischem Rock gehen. Wie es halt so ist, wenn man musiktechnisch in den 80ern sozialisiert wurde.

Es gibt aber ganz besondere Stücke, die über weite Strecken eher experimentell bis disharmonisch angelegt sind, und dadurch eine enorme Spannung aufbauen. Die dann an einem Punkt des Songs plötzlich übergeht in eine außergewöhnliche Harmonie, in eine perfekte Melodie, in eine grandiose Auflösung. Kennt man so ein Stück gut, fiebert man diesem Punkt geradezu entgegen, und es stellt sich dann ein außergewöhnliches Wohlfühlgefühl ein – ich nenne das einen „Hör-Orgasmus“.

Beispiele:

  • Arena – Moviedrome – 17:32
  • Arena – The Great Escape – 3:38
  • Fish – Plague of Ghosts – 17:17
  • Marillion – Fugazi – 6:40
  • Marillion – Incubus – 5:25
  • Marillion – Heart of Lothian – 2:30

Wer weitere Beispiele kennt – ich bitte um eine Email.

Es ist Anfang der Neunziger des letzten Jahrhunderts. Eine eingeschworene Truppe, die sich über langsame Modems, BBSes (auch „Mailboxen“ genannt) und das FidoNet kennengelernt hat, trifft sich jeden zweiten Freitag im Monat im Schützenhaus in Stuttgart-Heslach zum „Greitag“, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Zur Stammbesatzung gehören vier Fido-Points – Jochen L. (später Sysop der „Linemelter BBS“), Peter G. (später Sysop der „Lost Hope BBS“), Dieter H., Steffen H. – und zwei Mailboxbetreiber (Fido-Nodes), Alexander L. K. (Sysop der „Piraten-Box“) und Thomas W. (Sysop der „Point of no Return“-Mailbox).

Es war nicht nur die große Zeit der Mailbox-Systeme, des FidoNet und dem Anfang der DFÜ-Szene, die irgendwann ins Internet münden wird. Nein, es ist auch der Beginn der „Eurodance“-Zeit, eines ganz besonderen Musikstils, deren bekannteste und erfolgreichste Vertreter vermutlich Snap (Münzing/Anzilotti) und U96 (Christensen) sind. Am Rande: das Duo Münzing/Anzilotti war früher mal, gesponsert von Commodore und mit Werbung für den Amiga 500 auf dem Plattencover als „16 Bit“ unterwegs.

Jedenfalls war die Musik im Schützenhaus immer Charts-Mainstream. Und damit Anfang der 90er natürlich Eurodance bis zum Abwinken. Irgendwann kann man sich nicht mehr dagegen wehren und lernt die Harmonien und den Beat zu schätzen. Und so kommen dann Playlisten wie diese zustande.

  • BG The Prince of Rap – The Colour Of My Dreams
  • Pharao – There Is A Star
  • 2 Unlimited – Tribal Dance
  • Snap – Rhythm Is A Dancer
  • Culture Beat – Mr. Vain
  • Captain Hollywood Project – Only With You
  • Corona – The Rhythm Of The Night
  • Masterboy – Feel The Heat Of The Night
  • 2 Unlimited – No Limit
  • Double You – Please Don’t Go
  • Dr. Alban – Sing Hallelujah
  • Culture Beat – Anything
  • Haddaway – What Is Love
  • Ice MC – It’s A Rainy Day
  • Twenty 4 Seven – Slave To The Music
  • Jam & Spoon – Right In The Night
  • La Bouche – Be My Lover
  • Love Message – Love Message
  • Masterboy – Is This The Love
  • Captain Hollywood Project – More And More
  • Maxx – No More
  • MC Sar & The Real McCoy – Another Night
  • Dr. Alban – It’s My Life
  • Mr. President – Up’n’away
  • Pharao – I Show You Secrets
  • Prince Ital Joe feat. Marky Mark – United
  • Playahitti – The Summer Is Magic
  • Snap – Exterminate
  • Twenty 4 Seven – Is It Love
  • Cappella – U Got 2 Let The Music
  • U96 – Love Religion
  • Urban Cookie Collection – The Key, The Secret
  • Ice MC – Think About The Way

Bisher erschienen in der Reihe „Playlists“:

Urlaubszeit ist Musik- und Playlistenzeit. Egal ob im Flieger oder auf der Sonnenterrasse, anständige Musik ist gefragt. Wenn die Auswahl riesig ist, versucht man die Perlen zu extrahieren. Da auf den offiziellen Best-Of-Compilations die Auswahl meist nur partiell meinem Geschmack entspricht, ist Handarbeit gefragt.

Und damit beginnt meine Serie von „Best of“-Playlisten. Als erstes widme ich mich dem guten alten Onkel Fish alias Derek William Dick, bekannt geworden als Sänger der Progrock-Formation Marillion, später dann (bis heute) auf Solopfaden wandelnd. Die heutige Playlist enthält ausschließlich Songs aus seiner Solozeit, eine bunte Mischung aus alten und neu(er)en Titeln.

Wahre Fish-Experten erkennen aus der Songauswahl auch mein Lieblingsalbum.

  • Vigil
  • Arc Of The Curve
  • Brother 52
  • Clock Moves Sideways
  • Internal Exile
  • Dark Star
  • A Gentleman’s Excuse Me
  • Lady Let It Lie
  • Mission Statement
  • Fortunes Of War
  • The Perception Of Johnny Punter
  • Rites Of Passage
  • Credo
  • Goldfish & Clowns
  • Incomplete
  • Just Good Friends
  • Raw Meat
  • State Of Mind
  • What Colour Is God?
  • Family Business
  • Zoe 25
  • Sunsets On Empire
  • Shadowplay
  • Plague of Ghosts – (V) Raingods Dancing
  • Plague of Ghosts – (VI) Wake-Up Call
  • Lucky
  • The Company

Bisher erschienen in der Reihe „Playlists“:

Die Kulturinitiative Rock Winterbach hat es mal wieder möglich gemacht. Fish gab im Rahmen seiner „Moveable Feast“-Tour ein Gastspiel in der Lehenbachhalle.

Ich gehöre zu den „Mittelspätberufenen“ in Sachen Fish. Zu seiner Marillion-Zeit fand ich Kayleigh und Incommunicado cool, aber mehr kannte ich damals nicht von seinem Schaffenswerk – ich wusse nicht mal, dass da Derek William Dick alias Fish der Sänger war. Erst sein erstes Soloalbum habe ich auf Empfehlung eines Freundes näher unter die Lupe genommen. Da nahm alles seinen Anfang. Erstes Konzert im Forum Ludwigsburg auf der „Internal Exile“-Tour, dann regelmäßige Konzertbesuche mit den Fanclub-Konzerten in Duisburg und Enschede als absolute Höhepunkte. Und Tiefpunkte wie das Fanclub-Konzert in Oberhausen – ein relativer Tiefpunkt wohlgemerkt, schlecht war es nicht, aber unterhalb der Erwartungen.

Diesmal also (zum wiederholten Male) in der gemütlichen Lehenbachhalle in Winterbach. Eine gute Mischung aus Songs vom neuesten Album „A Feast of Consequences“, Fish-Klassikern (endlich mal wieder Vigil!) und natürlich Einsprenkel aus der Marillion-Zeit – Bonuspunkte dafür, meinen Lieblingssong „Slàinte Mhath“ mal wieder auf der Setlist zu haben. Tiefpunkte aus meiner Sicht: „Manchmal“ und „Big Wedge“. Der High Wood-5er-Pack kam live deutlich besser rüber als auf dem Album.

Am Ende eines Fish-Konzerts vermisst man natürlich immer Songs, die man gerne gehört hätte. Lucky. Dark Star. Clock Moves Sideways. Credo. Internal Exile. Brother 52. Sunsets on Empire. Shadowplay. A Gentleman’s Excuse Me. Goldfish and Clowns. Rites of Passage. Raw Meat. What Colour is God. State of Mind. Und da sind die Marillion-Klassiker noch gar nicht dabei. Aber der Wunsch nach einem solchen 5h-Konzert wird wohl für immer unerhört bleiben.

Das Schlusswort gilt dem Tauben am Mischpult: Manchmal ist weniger mehr.

Setlist soweit ich mich erinnere:

  • Perfume River
  • A Feast of Consequences
  • Manchmal
  • Arc of the Curve
  • High Wood
  • Crucifix Corner
  • The Gathering
  • Thistle Alley
  • The Leaving
  • Slàinte Mhath
  • Vigil
  • Big Wedge
  • Heart of Lothian
  • Incubus
  • Blind to the Beautiful
  • The Company

Wie angekündigt – die „German Edition“. Really Sentimental Songs, deutschsprachig. Warum heißt eine Abspielliste deutschsprachiger Liedkunst „Really Sentimental Songs – German Edition“? Ich bin da völlig unideologisch und will hier nicht den Walter Krämer geben, für den bekanntlich Anglizismen ein No-Go sind.

Meine jüngste Entdeckung deutschsprachiger Musik ist EMMA6. Die Balladen sind wunderschön. Mein all-time-favourite (Anglizismus anyone?) bleibt aber der „Drägglacha Blues“, ein sehr alter Song von Schwoißfuaß, in meiner favorisierten Version performed von Grachmusikoff. Wer es noch nie gehört hat – jeden Rosenmontag spielt Grachmusikoff in der Scala in Ludwigsburg. Hingehen. Die bevorzugte Veranstaltung aller Faschingsmuffel.

Auch diesmal: ausnahmsweise sind Kommentare und Pingbacks/Trackbacks zugelassen – wer also Ergänzungen hat, immer her damit. Alle Kommentare hängen erstmal in der Moderationsschleife, ich bemühe mich um zeitnahe Freigabe.

PlayList “Really Sentimental Songs” – German Edition

  • Die Ärzte – Ich weiß nicht (ob es Liebe ist)
  • Die Ärzte – Wie ein Kind
  • BAP – Alles im Lot
  • EMMA6 – Leuchtfeuer
  • EMMA6 – Wärst Du die Welt
  • Glasperlenspiel – Herzschlag
  • Grachmusikoff – Dein Lauf
  • Grachmusikoff – Drägglacha Blues
  • Herbert Grönemeyer – Flugzeuge im Bauch
  • Herbert Grönemeyer – Halt mich
  • Herbert Grönemeyer – Land unter
  • Ich + Ich – Stark
  • Juli – Geile Zeit
  • Heinz Rudolf Kunze – Ich brauche Dich jetzt
  • Luxuslärm – Feuer
  • Peter Maffay – Nessaja
  • Peter Maffay – Über sieben Brücken musst du geh’n
  • Pur – Ich hab geweint vor Glück
  • Relax – Ein weißes Blatt’l Papier
  • Relax – Weil I di mog
  • Rio Reiser – Junimond
  • Rio Reiser – Für immer und dich
  • Schwoißfuaß – Nacht ohne Froga
  • Silbermond – Symphonie
  • Silbermond – Unendlich
  • Silbermond – Irgendwas bleibt
  • Silbermond – Sehn wir uns wieder
  • Silbermond – Weisse Fahnen
  • Silbermond – Das Gute gewinnt
  • Spider Murphy Gang – FFB
  • Spider Murphy Gang – Du und I
  • Spider Murphy Gang – De nächsten hundert Johr
  • Spider Murphy Gang – Mädchen drüben
  • Spider Murphy Gang – Deine Augen
  • Sportfreunde Stiller – applaus, applaus
  • Die Toten Hosen – Unsterblich
  • Unheilig – Geboren um zu leben
  • Unheilig – Unter deiner Flagge
  • Stefan Waggershausen – Beim ersten Mal tats noch weh
  • Westernhagen – Lass uns leben
  • Westernhagen – Weil ich Dich liebe
  • Westernhagen – Freiheit
  • Westernhagen – Wieder hier

 

Ab und an, wenn die sentimentale Ader mal durchschlägt, pflege ich eine neue PlayList zu erstellen. OK, die Überschrift „Really Sentimental Songs“ ist geklaut von einem Album von Grachmusikoff und Schwoißfuaß. Aber die Songs sind großartig. Zuerst also die „English Edition“. Ich bitte um besondere Beachtung meiner ProgRock-Helden Fish und Arena.

Demnächst gibt es dann die „German Edition“.

Ausnahmsweise sind Kommentare und Pingbacks/Trackbacks zugelassen – wer also Ergänzungen hat, immer her damit. Alle Kommentare hängen erstmal in der Moderationsschleife, ich bemühe mich um zeitnahe Freigabe.

PlayList „Really Sentimental Songs“ – English Edition

  • a-ha – Crying in the rain
  • Bryan Adams – Heaven
  • Bryan Adams – Everything I do I do it for you
  • Bryan Adams – Please forgive me
  • Alan Parsons Project – Don’t answer me
  • Aloha From Hell – Walk Away
  • Alphaville – Forever young
  • Alphaville – Jerusalem
  • Arena – Friday’s Dream
  • Bangles – Eternal Flame
  • Barclay James Harvest – Hymn
  • Robin Beck – First time
  • Pat Benatar – Love is a battlefield
  • Berlin – Take my breath away
  • Black – Wonderful Life
  • Bon Jovi – Always
  • Bon Jovi – Bed of roses
  • Bonfire – Give it a try
  • Chris de Burgh – Lady in red
  • Tony Carey – Room with a view
  • Cat Stevens – Father and son
  • Cat Stevens – Morning has broken
  • Cheap Trick – The Flame
  • Peter Cetera – Glory of Love
  • Phil Collins – One more night
  • Def Leppard – Have you ever needed someone so bad
  • Def Leppard – To be alive
  • Def Leppard – Love bites
  • Dido – White Flag
  • Dire Straits – Brothers in arms
  • Europe – Carrie
  • Fiction Factory – Feels like heaven
  • Fish – A Gentleman’s Excuse Me
  • Fish – Raw Meat
  • Fish – Sunsets on empire
  • Foreigner – I want to know what love is
  • Guns’n’Roses – November Rain
  • Human League – Human
  • Billy Joel – Leningrad
  • Kiss – Every time I look at you
  • Cindy Lauper – Time after time
  • Manowar – Master of the wind
  • Manowar – Courage
  • Marillion – Sugar mice
  • Marillion – Kayleigh
  • Richard Marx – Right here waiting
  • Brian May – Too much love will kill you
  • Meat Loaf – Objects in the rear view mirror may appear closer than they are
  • Metallica – Nothing else matters
  • Metallica – The unforgiven
  • Metallica – The unforgiven II
  • Mike & The Mechanics – The living years
  • Moby – Why does my heart feel so bad
  • Gary Moore – Empty Rooms
  • Mr Mister – Broken Wings
  • Nazareth – Dream on
  • Nazareth – Love hurts
  • Nightwish – Angels Fall First
  • Nightwish – Sleeping Sun
  • Nightwish – Eva
  • Nightwish – Meadows of Heaven
  • Sinead O’Connor – Nothing compares 2 U
  • Pink Floyd – On the turning away
  • Queen – Who wants to live forever
  • Gerry Rafferty – Baker Street
  • Reo Speedwagon – Can’t fight this feeling
  • Reo Speedwagon – Keep on loving you
  • Cliff Richard – Some people
  • Roxette – It must have been love
  • Roxette – Crash! Boom! Bang!
  • Roxette – Fading like a flower
  • Roxette – Vulnerable
  • Roxette – Milk and toast and honey
  • Scorpions – Lady Starlight
  • Scorpions – When the smoke is going down
  • Scorpions – Send me an angel
  • Scorpions – Wind of change
  • Scorpions – Woman
  • Scorpions – Under the same sun
  • Scorpions – Still loving you
  • Scorpions – Always somewhere
  • Scorpions – Are you the one
  • Scorpions – When you came into my life
  • Scorpions – You and I
  • Simon & Garfunkel – Bridge over troubled water
  • Simon & Garfunkel – The sounds of silence
  • Simple Minds – Belfast Child
  • Simple Minds – This is the land
  • Spandau Ballet – Through the barricades
  • Bruce Springsteen – Streets of Philadelphia
  • Bruce Springsteen – I’m on fire
  • Stanfour – Everything I am
  • Rod Stewart – Sailing
  • Survivor – The search is over
  • Survivor – Man against the world
  • T’Pau – China in your hand
  • Chris Thompson – Sea of emotion
  • U2 – With Or Without You
  • U2 – One
  • John Waite – Missing you
  • White Lion – When the children cry
  • ZZ Top – Rough boy