In den letzten Wochen war meine Blog-Frequenz sehr überschaubar, und es gab einen Grund dafür. Damit der misc-Blog hier nicht zur reinen Kino-Review-Veranstaltung verkommt, will ich über diesen Grund ein paar Worte verlieren.

Trotz meines inzwischen fortgeschrittenen Alters konnte ich es bislang vermeiden, Zeit stationär in einem Krankenhaus zu verbringen. Aber keine Serie währt ewig. Und so hat es mich aufgrund eines übel entzündeten Schleimbeutels im linken Ellenbogen erwischt – die Standard-Behandlung mit oralem Antibiotikum und Rivanol-Verband hat überhaupt nicht angeschlagen, die Entzündung hat sich weiter ausgebreitet. Mit ziemlich hohen Entzündungswerten im Blut musste ich dann schließlich ins Krankenhaus, wo in nicht weniger als drei Operationen der Schleimbeutel rückstandslos entfernt wurde. Was insgesamt 13 Tage Aufenthalt bedeuteten (OP noch in der Nacht des Einlieferungstages – es schien dringend…). Und den linken Arm fast 4 Wochen in eine Gipsschiene verbannte. Was weder für Beweglichkeit noch Muskulatur wirklich prickelnd ist – dank eines fähigen Physiotherapeuten ist das aber auf dem Weg der Besserung.

Neben den zu erwartenden Dingen – man langweilt sich, man sieht viele Menschen denen es viel schlechter geht, man hat nur einen müden Abklatsch von Fernseher in Form eines kleinen, qualitativ unglaublich schlechten LCD-Schirms zur Verfügung, man hat schnarchende Bettnachbarn – gibt es vor allem für Menschen, die schon mal ein wenig Erfahrung mit Prozessoptimierung gemacht haben, in so einem Krankenhaus teils doch recht erschreckende Dinge zu sehen. Die linke Hand weiß nicht was die rechte tut, die gleichen Dinge werden auf ganz unterschiedliche Art und Weise erledigt, es ist unglaublich viel Personal am Start ohne dass sich das besonders positiv auf die Betreuung auswirkt…einzig bei Anästhesie und im OP schien mir ein professioneller, eingespielter Ablauf vorhanden zu sein.

Deshalb mein Profi-Tipp: Krankenhausaufenthalte nach Möglichkeit vermeiden. Ist weitgehend spaßbefreit.

Zusatztipp: Diabetes Typ 2 sollte auch nach Möglichkeit vermieden werden…

Gute Kritiken hatte er bekommen. Das macht einen Film direkt verdächtig – nicht ganz so sehr wie viele Oscars, aber doch ein klarer Kontraindikator. Aber wir wurden angenehm überrascht: eine sehr gute Mischung aus Spannung und Action mit sehr guten Darstellern, dazu eine interessante Wendung zum Schluss des Films. Da verzeiht man einige Merkwürdigkeiten bezüglich der historischen Präzision des geschichtlichen Kontextes.

Also: reingehen, anschauen, genießen.

Bully hat wieder zugeschlagen. Klingt das zu optimistisch? Zuletzt war er u.a. mit „Zettl“, einem ganz grausam schlechten Neuaufguss von Kir Royal im Kino vertreten. Buddy war schon besser, aber natürlich keine klassische Bully-Komödie. Vier gegen die Bank war eigentlich recht gut. Aber komödientechnisch erinnert sich natürlich jeder an „Der Schuh des Manitu“, m.E. immer noch der Goldstandard für deutsche Komödien. Danach (T)Raumschiff Surprise, das ich eher mäßig lustig fand, bei „Lissi und der wilde Kaiser“ hatte er mich dann endgültig verloren. Wehmütig dachte man zurück an die Bullyparade, einem guten Stück deutsche Fernsehunterhaltung. Allein wenn ich an die Kastagnetten denke, oder an „Das Brot“ als Persiflage auf „Das Boot“, oder an Pavel Pipovič und Bronko Kulička. Oder der Terminator-Einspieler mit den Baguettes. Oder der legendäre Anwaltssketch mit den Herren Einspruch, Stattgegeben, Schuldig und Freispruch. Gibts das eigentlich auf DVD oder Blu-Ray?

Jetzt also „Bullyparade – Der Film“. Man könnte sagen: nach Motiven as Sketchen aus der Bullyparade. Ein Episodenfilm, der grandios anfängt mit „Zurück in die Zone“ mit den Brüdern Kasirske inklusive Pavel und Bronko bei der Schabowski-Pressekonferenz zur Maueröffnung. Dann das Western-Setup, auch großartig. Leider lässt es dann schlagartig nach, aber „Sissi“ mochte ich noch nie – wenn das Original so ist wie es ist, kann eine Parodie ja nur scheitern. Die Weltraumepisode startet sehr gut, mit Peter Maffay bei einem sensationellen Gastauftritt. Aber dann verflacht es doch zusehends. Und Sigi mochte ich noch nie so richtig.

Unterm Strich: schon sehenswert, aber nur streckenweise grandios.

Lange nichts mehr zu den letzten Kinoerlebnissen gebloggt. Und jetzt ausgerechnet was zu diesem Vollflop? Ja, als Warnung. Jeder, der lachen will, sollte nicht in diesen Film gehen. Oder maximal den Trailer anschauen. Dieser Film bringt das Kunststück fertig, dass nicht nur alle lustigen Szenen schon im Trailer waren – nein, es gab sogar eine lustige Szene im Trailer, die nicht im Film war.

Ich kann mich nicht daran erinnern, schon mal eine unlustigere Komödie gesehen zu haben. Und was war eigentlich der letzte gute Film mit Scarlett Johansson? Wahrscheinlich der letzte Avenger-Film. Außerhalb der Avengers nebst Ablegern fällt mir spontan nur „Die Insel“ ein, und das war 2005. Der wurde aber direkt kompensiert von Match Point, einem der schlechtesten Filme der Neuzeit.

Nur, damit keiner denkt, mir wäre die Altersmilde abhanden gekommen – hier die Liste der gelungenen Filme 2017, über die ich noch nicht geschrieben habe: Why him?, John Wick 2, Lommbock, Guardians of the Galaxy 2.

Gerade läuft das Halbfinale DFB-Pokal Bayern gegen Dortmund. Läuft in der ARD oder auf Sky. Und dabei kommt mir spontan in den Sinn: entscheidend für den Genuss ist nicht nur, wer HD und wer SD sendet. Bildqualität ist nicht alles. Wenn der Ton nämlich FvTuT ist, würde ich Fußball sogar lieber mit (fast) jedem anderen Kommentator bei 320×200 sehen.

Im aktuellen Fall kommt also Tom Bartels zum Zug. Wann wird Sky meine Gebete erhören?

Gute Actionfilme sind heutzutage rar, meist sind es inzwischen Comicverfilmungen aus der Marvel-Ecke, die das Genre am Leben halten.

Und dazwischen immer wieder mal ein neuer Teil von Fast & Furious. Der erste Teil ohne den leider verstorbenen Paul Walker. Allerdings hatte ja schon Teil 2 der Reihe gezeigt, dass es auf keinen Fall Walker und dessen Rolle Brian O’Connor war, der die Reihe am Leben hielt.

Teil 8 zeigt nun, was die Essenz dieser Filme wirklich ausmacht. Glaubwürdige Action-Helden. Johnson, Statham und Diesel als Triumvirat der modernen Ausprägung eines solchen. Dazu etwas weibliche Staffage in Form von Charlize Theron, Michelle Rodriguez und Helen Mirren. Läuft. Auch in Teil 8. Und Gott sei Dank in 2D.

 

Schlechte Filme gibt es zuhauf. Schlechte Fortsetzungen auch. Hier haben wir beides in perfekter Symbiose. Die vorherigen Resident Evil-Teile waren ja schon eher schlecht. Aber der hoffentlich wirklich letzte Teil der Reihe gibt dem Wort „schlecht“ eine neue Bedeutung. Gruselige schauspielerische Leistungen, Logiklücken durch die ein LKW passt, dazu noch 3D für’n Arsch. Man ist regelrecht froh, wenn ein paar Zombies durchs Bild laufen, dann wird man vor anderen noch schlimmeren Dingen bewahrt – wie z.B. die kläglichen Versuche, die „Handlung“ voranzubringen.

Und Milla wird auch nicht jünger.

Bleibt nur eine Frage offen: was ist die Steigerung von Megaflop?

Wer erinnert sich noch an xXx 2? Der Film krankte nicht nur – genau wie Fast & Furious 2 – an der Abwesenheit von Vin Diesel, sondern auch an einer schmalen Story, die von der Action nicht adäquat kompensiert werden konnte. Allein die merkwürdige Autoszene, wo das übliche Tempo auf deutschen Autobahnen als irgendwie besonders rasant dargestellt wurde. Dazu der nicht überzeugende Hauptdarsteller.

Nun also der dritte Versuch. Diesmal wieder mit Vin Diesel als Xander Cage. Und es ist ein Action-Feuerwerk. Die Hauptidee der Story kann man glatt vergessen und rangiert zwischen hanebüchen und abstrus. Aber diesmal macht die Action die Storylücken mehr als wett. Und es gibt ein paar wirklich witzige Szenen und Dialoge, die durchaus auch einen Anflug von Selbstironie erkennen lassen – das ist mir immer sympathisch. Die Reminiszenzen an die ersten beiden Teile sind teilweise subtil, aber gelungen.

Und nun warten wir geduldig darauf, wann nach „Der WiXXer“ und „Neues vom WiXXer“ auch endlich bei dieser Filmreihe der versprochene dritte Teil namens „Triple WiXX“ erscheint. Vermutlich werden wir ewig warten müssen, denn das Projekt wurde offiziell begraben. Aber: sag‘ niemals nie.

Nachtrag: 3D kann man sich schenken. Stört mehr als es nützt. Also fast wie immer.

Die Auswertung der unbestechlichen Statistik-Bewertungs-Datenbank unserer Kino-Abstimmungssoftware CinePoll hat folgende Kinofilm-Top-Ten für das abgelaufene Jahr 2015 ergeben (Gesamtzahl der gesehenen Filme: 49):

  • Deadpool
  • The First Avenger: Civil War
  • Rogue One
  • Zoomania
  • Sausage Party
  • London Has Fallen
  • X-Men: Apocalypse
  • Jack Reacher 2
  • Doctor Strange
  • The Accountant

Ab Platz 8 bis Platz 16 ist es allerdings hauchdünn – Findet Dorie, The Mechanic 2, Star Trek: Beyond, Bastille Day, The Nice Guys und Pets liegen sehr dicht beieinander – da entscheidet die Tagesform des Kinogängers, was bevorzugt wird.

Alles in allem ein recht gutes Kinojahr mit einer Durchschnittsnote von 2,48, leichter Aufwärtstrend gegenüber letztem Jahr – nicht in der Spitze, aber wir haben tatsächlich gar keinen üblen Flop gesehen in 2016. Die schlechtesten Noten bekamen „Money Monster“ und „Collide“, und sogar die waren noch besser als die 4. Für den letzten echten Flop müssen wir ins Jahr 2014 zurückgehen, wo „The Signal“ einsam die rote Laterne hält.

Nein, es soll kein weiterer Eintrag zum Thema „Star Wars“ werden. In diesem Falle repräsentiert Microsoft die „dunkle Seite“ – ich habe nach PSX, PS2, PSP, PS3 und PS Vita nun tatsächlich eine XBox One S gekauft. Hier hatte ich ja schon mein Missfallen darüber ausgedrückt, dass Sony der PS4 Pro keine Ultra HD-Blu-Ray-Fähigkeit mitgegeben hat. Einen Seitenhieb auf Microsoft gab es auch noch bezüglich der fehlenden Möglichkeit der XBox, den Ton einfach per Bitstream unverändert auszugeben.

Nun ist alles anders. Ein Software-Upgrade für die XBox One wurde angekündigt, das die Bitstream-Ausgabe nachrüstet (und damit muss ich mich wieder ernsthaft mit der Aufrüstung meines 7.1-Systems auf Dolby Atmos beschäftigen). Und die XBox One S wurde veröffentlicht, die im Gegensatz zur PS4 Pro Ultra HD-Blu-Rays abspielen kann. Und dann hat Amazon im Rahmen einer Sonderaktion doch tatsächlich die XBox One S mit zwei Controllern und FIFA 17 für lächerliche 249€ feilgeboten. Mein Widerstand war gebrochen.

Die Inbetriebnahme der XBox One S allerdings lies mich mehrfach daran zweifeln, dass das die richtige Wahl war. Klar, die Updateritis und Notwendigkeit eines schnellen Internetanschlusses war vorhersehbar. Aber dass eine neue und nur wenige Wochen auf dem Markt sich befindliche Konsole erst mal ein 1,1 GiB-Update runterlutschen will, hat mich trotzdem überrascht. Auch innovativ: die Controller haben auch gleich ein Update bekommen. Überraschend fand ich, dass mein Office 365-Account auch als XBox-Zugang taugt, obwohl das nirgendwo erwähnt wurde. Egal, ist ja alles derselbe Laden. Komisch: die Konsole allokiert direkt mal einen höchst merkwürdigen Spielernamen, den man dann tief in den Einstellungsmenüs verschachtelt ändern darf.

Komplett unintuitiv die Stelle, an der ich per Code-Eingabe FIFA 17 herunterladen konnte (für einen kurzen Moment war ich davon ausgegangen, dass FIFA 17 auf einem echten Datenträger beiliegt). Dramatisch schlecht: die Realisierung der Code-Eingabe, wo doch tatsächlich die Bindestriche und das Uppercasing „von Hand“ eingegeben werden musste. Dann nochmal Stirnrunzeln: mit satten 54 GiB schlug der FIFA 17-Download zu Buche. Das nur als Warnung für die Phantasten, die der Meinung sind, volumenbegrenzte Internettarife seien völlig ausreichend. Also die Konsole die Nacht über runterladen lassen.

Am nächsten Tag dann kurzes Anspielen von FIFA 17. Verwirrt versuche ich, im Menü mehr als ein Freundschaftsspiel einzustellen. Jedoch: der Installationsfortschritt war erst bei 96% und man konnte nur sehr begrenzt auswählen, was man spielen will. Endlich waren die 100% erreicht, kurzes Anspielen, aber ich werde auch in der neuesten Variante kein Fan der FIFA-Reihe – diese Problematik verfolgt mich seit FIFA 96, mit dem absoluten Tiefpunkt FIFA 97. ISS und PES fand ich immer deutlich besser. Und warum zum Geier brauche ich neben dem Microsoft-Konto nun auch noch ein EA-Konto?

In Ermangelung vernünftiger Arcade Racer begab ich mich auf die Suche nach klassischen 2D-Arcade-Shootern und wurde fündig: dank XBox 360-Kompatibilitätsmodus war R-Type Dimensions für schmale 15€ verfügbar. Also ab in den Shop. Direkt kaufen is nich, weil beim Microsoft-Konto keine Zahlungsmöglichkeit hinterlegt ist. Ich quäle mich also per Bildschirmtastatur mit dem Edge-Browser durch die Microsoft-Seiten und lege eine Zahlungsart fest. Leider hat es niemand für nötig gehalten, einen Rückweg aus dem Browser zu implementieren, und so darf ich wieder von vorne über die Suche im Shop zum Objekt der Begierde durchhangeln. Allein: dort wird immer noch behauptet, dass keine Zahlungsmöglichkeit hinterlegt sei. Schöne neue Welt.

Also was anderes: UHD-Blu-Ray einlegen und…man muss erstmal die Blu-Ray-Player-App runterladen und installieren. Die nächste Eskalationsstufe nach „erstmal das Update runterladen“ – erstmal die komplette Anwendung runterladen. Selbiges passiert auch, wenn man verwegenerweise eine Audio-CD einlegt – es muss erst mal die Audio-CD-Player-App heruntergeladen und installiert werden. Nun gut, man gewöhnt sich an alles. Nicht gewöhnen mag ich mich hingegen an einen Audio-CD-Player, der keine Spulfunktion anbietet. Selbst schuld, wenn man eine Spielkonsole als CD-Player missbrauchen will.

Am nächsten Tag nach Konsolenneustart konnte ich schließlich auch im Shop einkaufen – wahrscheinlich hat Microsoft über Nacht die Datenbanken glattgezogen…also endlich wieder R-Type spielen. Wow. Schwerer als ich es in Erinnerung hatte. Und/oder ich werde alt.

Mal sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt. Einige schwören ja auf die Forza-Rennspiele. Ich hätte lieber Ridge Racer und Wipeout, aber diesen Wunsch wird mir wohl niemand erfüllen.