In Zeiten erhöhter Inflationsraten hat die Schnäppchenjagd Hochkonjunktur. Da kommt das folgende ziemlich spektakuläre Angebot einer meiner Banken gerade recht: wenn ich zusätzlich zur “inklusiven” Visa-Debit-Karte auch noch eine klassische EC-Karte haben will, kann ich die dazubuchen für gerade mal 99ct pro Monat. So weit, so unspektakulär. Man kann aber auch die jährliche Zahlungsweise wählen, dann kostet es 11,98€ im Jahr.

Klar, Vorkasse, dazu nur ein Zahlungsvorgang statt zwölf einzelnen, das muss zwangsläufig billiger…äh…teurer sein. Ah ja.

Erklärungsversuch: die EU hat vielleicht neulich beschlossen, dass das Jahr jetzt in 18 Monate unterteilt wird, weil 20 Tage pro Monat viel besser sind als 30 Tage. Nachdem man aber schon an der Abschaffung der Sommerzeit gescheitert ist, glaube ich da erst mal nicht dran.

Der gesundheitsbewusste Home-Office-Arbeiter von heute muss ja einiges beachten, um seine Arbeitskraft optimal zu erhalten. Von Zeit zu Zeit soll man ja auch mal seine diversen Laster darauf prüfen, ob sich womöglich eine nachgewiesene Gesundheitsgefahr daraus ergibt, so dass man qualifiziert entscheiden kann, ob es das Risiko wert ist.

Das Thema soll heute “Koffein” sein. Ein Kaffee-Vollautomat direkt in Reichweite und eine neu aufgeblühte Liebe zum Espresso – in der Firma bin ich immer auf Cappuccino ausgewichen, weil die Bohnen zu schlecht für Espresso waren, und der Milchschaumüberhang hätte eher dafürgesprochen, sich mit Laktose denn mit Koffein auseinanderzusetzen – und dazu noch Coke Zero für die blutzuckerfreundlich-und-doch-süß-Stillung des Cola-Genussbedarfs, da bietet es sich an mal genauer zu recherchieren. Zumal die “Grundlast” des Durststillens während der Arbeit durch Grünteekonsum erfolgt, und der hat bekanntlich auch Koffein an Bord.

Den Anfang macht das Bundesgesundheitsamt, die sind ja relativ unverdächtig was die mögliche Verharmlosung einer ernährungsinduzierten Gefährdung angeht und eher auf Alarmismus gebürstet. Dort sagt man, dass 5,7mg pro kg Körpergewicht eine unbedenkliche Dosis ist (es ist also nicht unwahrscheinlich, dass man auch deutlich höhere Dosen gefahrlos verträgt), solange sie über den Tag verteilt getrunken wird. Als empfohlene maximale Einmaldosis wird 200mg angegeben.

Basis meiner Espressoabschätzung ist eine interessante Laboruntersuchung von berufener Stelle, wo sich der Auftraggeber nicht damit zufrieden gegeben hat, irgendwelche Werte aus den immer gleichen Publikationen abzuschreiben, sondern tatsächlich real existierende Kaffeebohnen durch real existierende Maschinen zu Espresso und Kaffee gebrüht hat und zur Analyse ins Labor geschickt hat. Dort liegt ein Espresso der starken Sorte im Vollautomat mit maximaler Bohnenmenge zubereitet bei etwa 200mg pro 100ml, “normalere” Sorten mit “normaler” Bohnenmenge werden häufig mit etwa 1g/ml angegeben. In der kleinen Espressotasse verlieren sich etwa 25ml. Interessantes Detail für das Handbuch des nutzlosen Wissens: Robusta-Bohnen sollen etwa doppelt so viel Koffein wie Arabica-Bohnen enthalten, aber es werden je nach Mahlgrad und Brühdauer nur rund 20-30% des enthaltenen Koffeins gelöst.

Kommen wir zum Cola-Anteil. Es gibt doch erstaunliche Unterschiede zwischen den Sorten, Coke Zero liegt bei 9mg/100ml (also in dem Maßstab, der uns interessiert: 90mg/l), Pepsi Max hingegen bei strammen 19mg/100ml. Auch nicht uninteressant: Grüntee bringt es auf etwa 10mg/100ml, also auf einem Niveau mit den Coca-Cola-Produkten.

Was bedeutet das für meinen täglichen Konsum? Alles im grünen Bereich. Maximal 200mg durch Espresso, die restlichen 300mg dann durch Coke und Grüntee gedeckt – passt.

Die Filterkaffeetrinker- und Große-Tasse-Kaffee-aus-dem-Vollautomaten-Fraktion kann sich nicht zwingend entspannen: bei rund 150mg pro Tasse kommt man der empfohlenen Grenze doch verhältnismäßig schnell nahe.

Neulich im Supermarkt. Der Prospekt versprach, mit dem unvermeidlichen aktuellen WM-Bezug, “weltmeisterliche Party-Grillplatten”. Also schön gerichtete Platten mit einem Grillfleischsortiment. Servier-Platte inklusive. Aber mit einem wichtigen Hinweis: “Bei größeren Mengen bitten wir Sie, im Markt vorzubestellen.” Alles klar.

Der Mitarbeiter hinter der Fleischtheke hingehen vertrat die Ansicht, dass selbstverständlich überhaupt keine Grillplatten vorbereitet zum Mitnehmen existieren und man stattdessen stets diese mindestens einen Tag vorher bestellen müsse. Meine Frage, ab wann denn die “größere Menge” beginne, beantwortete er vielsagend mit einem Schulterzucken. Ebenso meinen Ratschlag, solche für Kunden nicht ganz unwichtigen Details doch etwas breiter zu publizieren. Nun ja. Talent zur Kundenkommunikation ist nicht jedem gegeben.

Wir lernen daraus: mancherorts gilt eben schon “Eins” als “größere Menge”. Und kaufen das Fleisch lieber wieder woanders.

Mitte Dezember hatte ich darüber berichtet, dass ich aus gesundheitlichen Gründen ein wenig abgespeckt habe. Erstaunlich viele Leute haben sich für “das Erfolgsgeheimnis” interessiert, deshalb wollte ich hier mal meine Strategie zur Gewichtsreduktion aufschreiben. In den Weiten des Internets weiß ja fast jeder etwas zum Thema “Abnehmen”, von den tausenden Printerzeugnissen vor allem aus dem Genre Frauenzeitschrift ganz zu schweigen. Und jeder hat sein Patentrezept. Natürlich auf streng wissenschaftlicher Basis.

Meine Strategie hat keinerlei wissenschaftliche Basis. Ich weiß gar nicht, ob sowas wie Ernährungsratschläge überhaupt eine saubere wissenschaftliche Basis haben können, zumindest bezüglich dem, was ich als “wissenschaftlich” akzeptieren würde. Doppelblindanordnung. Streng kontrollierte Bedingungen. Reproduzierbarkeit. Da jeder Mensch anders ist, erscheint mir das unmöglich. Also: keine wissenschaftliche Basis für meine Strategie. Aber meine Strategie hat einen unschlagbaren Vorteil: ihr Erfolg ist experimentell nachgewiesen. Bei genau einer Person – mir. Und darauf kommt es schließlich an. Zumindest mir.

Zwei Überlegungen standen am Anfang: Eher den Input (Kalorienaufnahme) zu reduzieren, oder eher den Output (Kalorienverbrennung) erhöhen. Nach allem, was ich gelesen habe, ist es fast unmöglich, allein mit Erhöhung des Outputs signifikante Gewichtsreduktion zu erzielen. Denn Bewegung – zumindest im notwendigen Umfang – kostet unglaublich viel Zeit. Es ist praktisch unmöglich, das im Alltag einzubauen. Und alles, was signifikant Zeit kostet, für das man Aufwand treiben muss, erfordert sehr viel Konsequenz und Disziplin. Beim Input hingegen kostet das Drehen an ein paar Schrauben kaum Aufwand.

Aus gesundheitlichen Gründen jenseits der Gewichtsabnahme habe ich mein Bewegungspensum trotzdem etwas erhöht – einmal die Woche Schwimmen (ca. 1h), einmal die Woche Tischtennis (ca. 1,5h), jeden Tag ein flotter Spaziergang (30min). Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass dieses Minimalprogramm signifikant Einfluss auf das Gewicht hatte. Aber vielleicht unterstützt es etwas. Geschadet hat es vermutlich nicht.

Also zum Input. Ernährungsumstellung ist das Zauberwort, ohne das kein “Erfolgsgeheimnis” auskommt. Hier sollte man sich dringend vorher sehr gut überlegen, inwieweit man in der Lage ist, so eine Umstellung dauerhaft durchzustehen. Ständiger Hunger, Verzicht auf Genuss, das sind die Bausteine für einen frühen Fehlschlag. Quintessenz: überlegen, was man den Rest seines Lebens essen will, und das dann optimieren. Meine grundlegende Idee: Reduzierung der Kohlenhydrate, vor allem die mit dem hohen glykämischen Index, Verlagerung hin zu Gemüse, “Five-a-day” in der Zusammensetzung 4x Gemüse/Salat und 1x Obst, leichte Erhöhung bei den Ballaststoffen. Es hilft ungemein, wenn man viele verschiedene Dinge sehr gerne isst, so dass man ein wenig jonglieren kann, was man forciert und was man reduziert. Und man sollte sich klarmachen, dass es ohne ein wenig Verzicht auf keinen Fall geht. Man muss eben nur den Verzicht so gering wie möglich halten, damit man keine übermenschliche Disziplin zum Durchhalten braucht.

Der Tag beginnt mit dem Frühstück, und mein Tag begann immer mit einem “süßen” Frühstück. Himbeermarmelade, Honig, mal Vollkorn-Brot, mal klassisches Weißmehl-Brot oder -Brötchen Das habe ich umgestellt auf konsequent Vollkorn (gerne selbst gebacken – wer weiß schon, was der Bäcker um die Ecke unter “Vollkorn” versteht), sowie Schinken oder Filet oder Putenbrust oder Hähnchenbrust sowie Frischkäse (Empfehlung hier: Exquisa Joghurt – wenig Fett, wenig Zucker, schmeckt fast wie das doppelrahmige Original). Ei geht auch immer, ob weichgekocht oder als Spiegelei oder als Rührei.

Das Mittagessen habe ich kaum verändert – rund um meinen Arbeitsplatz gibt es eine Menge Restaurants mit Mittagstisch, und so pendele ich zwischen Abacco, Block-House, Sonnengarten, Attimi, Nordsee und MagIstanbul. Generell öfter Fisch statt Fleisch und eher Gemüse statt Beilage. Aber keine grundlegende Änderung. Gerne genommen sind die Block-House-Lunchtime-Tages- oder Wochengerichte mit Gemüse, da hat man zusammen mit dem Salat schon zwei der fünf empfohlenen Portionen Gemüse, Salat oder Obst.

Als Zwischenmahlzeit zwischen Mittagessen und Abendessen hatte ich früher recht viel Obst – Apfel, Banane, Orange, Mandarine, dazu ein Joghurt mit etwas Ahornsirup. Das ist blutzuckertechnisch keine gute Idee. Ich habe das auf ein paar Nüsse (30-50g) und einen Apfel reduziert. Obst enthält eben eine Menge Fruchtzucker, und den Gesundheitseffekt kann man mit Gemüse ebenso erzielen.

Das Abendessen habe ich ebenfalls nicht so sehr verändert. Ein wenig mehr Vollkorn, etwas häufiger Fisch (früher ca. alle 2 Wochen mal eine geräucherte Forelle, inzwischen eher 2x die Woche Forelle oder Stremel-Lachs), Portionen im Einzelfall etwas reduziert, die Berge von Ketchup zum Schinken-Käse-Toast durch deutlich kleinere Berge von zuckerreduziertem Ketchup ersetzt.

Wenn zuhause gekocht wird: mehr Gemüse, weniger Beilage. Salat ist immer eine gute Idee, noch besser ist es beim Salatdressing aus dem Supermarkt mal die Nährwerte zu studieren. Nudeln nur noch als Vollkorn (Barilla oder Buitoni Integrale schmecken einwandfrei, Zabler macht prima Vollkorn-Bandnudeln, von Rapunzel gibt es gar Vollkorn-Lasagne-Platten und von Alb-Gold gibt es Vollkorn-Spätzle) und max. 80g zur Mahlzeit. Pizza schmeckt prima mit Vollkornteig. Genauso Lauchkuchen oder Spinatkuchen. Burgerbrötchen gibt es auch in der Vollkornvariante, so dass selbst diesem Genuss nichts im Wege steht. Das Studium von Nährwerttabellen ist nicht nur bei Salatdressing sehr instruktiv – Kalorien- und Zuckergehalt von Varianten, die sehr ähnlich schmecken, unterscheiden sich teilweise drastisch. Hier kann man billig optimieren.

Ansonsten habe ich alle “Snacks” zwischendurch einfach wegoptimiert. Nachts keine Chips, nachmittags keine Schoki oder Kekse. Geht einfach, wenn man sich mal daran gewöhnt hat. Dazu habe ich die Kalorienaufnahme aus Getränken auf 0 reduziert. Espresso und Cappucchino jetzt ohne Zucker, keine Coke und keine Fruchtsäfte mehr sondern nur noch “Zero”-Getränke wenn es süß sein muss, ansonsten Tee und Mineralwasser. Das scheint mir überhaupt ein echtes Erfolgsrezept zu sein: Kalorien aus Getränken sättigen nicht, lassen nur den Blutzuckerspiegel und damit den Insulinspiegel Achterbahn fahren und der Genussfaktor hält sich doch auch in Grenzen. In solchen Momenten bin ich allerdings froh, dass ich mir nie was aus alkoholischen Getränken gemacht habe – die Wirkung von Alkohol auf Gewicht und Blutzucker ist ziemlich ungünstig.

Unterm Strich ist die Strategie vielleicht eine Mischung aus Pseudo-Low-Carb und Logi-Methode mit Einsprengseln von gesundem Menschenverstand. Ich denke, ich erfinde einen coolen Namen, schreibe einen Ratgeber darüber und werde reich. Mit dem gewaltigen Erfahrungsschatz von 1 Person, die das nun 5 Monate macht, scheint mir das mindestens so fundiert wie das, was man andernorts kaufen und/oder lesen kann. Immerhin waren in diesen 5 Monaten eine Gewichtsreduktion von 20% möglich, praktisch ohne Verlust an Muskelmasse.

In den letzten Wochen war meine Blog-Frequenz sehr überschaubar, und es gab einen Grund dafür. Damit der misc-Blog hier nicht zur reinen Kino-Review-Veranstaltung verkommt, will ich über diesen Grund ein paar Worte verlieren.

Trotz meines inzwischen fortgeschrittenen Alters konnte ich es bislang vermeiden, Zeit stationär in einem Krankenhaus zu verbringen. Aber keine Serie währt ewig. Und so hat es mich aufgrund eines übel entzündeten Schleimbeutels im linken Ellenbogen erwischt – die Standard-Behandlung mit oralem Antibiotikum und Rivanol-Verband hat überhaupt nicht angeschlagen, die Entzündung hat sich weiter ausgebreitet. Mit ziemlich hohen Entzündungswerten im Blut musste ich dann schließlich ins Krankenhaus, wo in nicht weniger als drei Operationen der Schleimbeutel rückstandslos entfernt wurde. Was insgesamt 13 Tage Aufenthalt bedeuteten (OP noch in der Nacht des Einlieferungstages – es schien dringend…). Und den linken Arm fast 4 Wochen in eine Gipsschiene verbannte. Was weder für Beweglichkeit noch Muskulatur wirklich prickelnd ist – dank eines fähigen Physiotherapeuten ist das aber auf dem Weg der Besserung.

Neben den zu erwartenden Dingen – man langweilt sich, man sieht viele Menschen denen es viel schlechter geht, man hat nur einen müden Abklatsch von Fernseher in Form eines kleinen, qualitativ unglaublich schlechten LCD-Schirms zur Verfügung, man hat schnarchende Bettnachbarn – gibt es vor allem für Menschen, die schon mal ein wenig Erfahrung mit Prozessoptimierung gemacht haben, in so einem Krankenhaus teils doch recht erschreckende Dinge zu sehen. Die linke Hand weiß nicht was die rechte tut, die gleichen Dinge werden auf ganz unterschiedliche Art und Weise erledigt, es ist unglaublich viel Personal am Start ohne dass sich das besonders positiv auf die Betreuung auswirkt…einzig bei Anästhesie und im OP schien mir ein professioneller, eingespielter Ablauf vorhanden zu sein.

Deshalb mein Profi-Tipp: Krankenhausaufenthalte nach Möglichkeit vermeiden. Ist weitgehend spaßbefreit.

Zusatztipp: Diabetes Typ 2 sollte auch nach Möglichkeit vermieden werden…

Das Studieren von Kalorientabellen auf Produktverpackungen führt oft zu interessanten Erkenntnissen. Unter anderem, dass irgendjemand mal definiert hat, dass “eine Portion Kartoffelchips” aus 30g bestehen, wo doch jeder normale Mensch weiß, dass hier das “Portion=Tüte”-Äquivalent gilt.

Eine andere dieser interessanten Erkenntnisse: Doppelkekse (Prinzenrolle und Verwandte) haben erstaunlich viele Kalorien. Zwei Doppelkekse übertreffen einen McDonalds-Hamburger und sind beinahe auf dem Niveau eines Cheeseburgers. Als Beispiel hier die Aldi Choco Bistro Doppelkekse (seit die Prinzenrollen-Kekse mehr Schokolade intus haben, schmecken die einfach nicht mehr, und ich habe mich nach anderen Herstellern umgeschaut): zwei Kekse bringen es auf 272 kcal (11,2g Fett, 38g Kohlenhydrate, 3,4g Eiweiß), während der McDonalds-Hamburger bei 254 kcal (8,8g Fett, 30g Kohlenhydrate, 13g Eiweiß) landet. Also: gesunde Ernährung basiert zweifellos auf Hamburgern und nicht auf Doppelkeksen.

Soviel für heute aus meinem privaten Handbuch des nutzlosen Wissens.

Ich höre ganz gerne Progressive Rock. Die alten Marillion-Sachen, Fish, Arena oder auch IQ. Wahrscheinlich also eher Neo-Prog, nicht das alte 70er Zeugs. Ich kann nicht behaupten, dass mich die eher experimentellen, extrem langen Stücke besonders ansprechen – ich mag es, wenn es eher in Richtung Pop oder klassischem Rock gehen. Wie es halt so ist, wenn man musiktechnisch in den 80ern sozialisiert wurde.

Es gibt aber ganz besondere Stücke, die über weite Strecken eher experimentell bis disharmonisch angelegt sind, und dadurch eine enorme Spannung aufbauen. Die dann an einem Punkt des Songs plötzlich übergeht in eine außergewöhnliche Harmonie, in eine perfekte Melodie, in eine grandiose Auflösung. Kennt man so ein Stück gut, fiebert man diesem Punkt geradezu entgegen, und es stellt sich dann ein außergewöhnliches Wohlfühlgefühl ein – ich nenne das einen “Hör-Orgasmus”.

Beispiele:

  • Arena – Moviedrome – 17:32
  • Arena – The Great Escape – 3:38
  • Fish – Plague of Ghosts – 17:17
  • Marillion – Fugazi – 6:40
  • Marillion – Incubus – 5:25
  • Marillion – Heart of Lothian – 2:30

Wer weitere Beispiele kennt – ich bitte um eine Email.

Es scheint zwei grundsätzlich unterschiedliche Urlaubsstrategietypen unter den Menschen zu geben – die Stammurlauber und die Wechselurlauber. Ich schätze, die beiden Begriffe habe ich soeben erfunden, den beiden grundsätzlich von den Demoskopen unterschiedenen Wählergruppen nachempfunden.

Der Stammurlauber geht öfter mal an den selben Ort oder wählt sogar regelmäßig dieselbe Unterkunft, während der Wechselurlauber niemals zweimal denselben Ort für seinen Urlaub aufsucht.

Ich persönlich gehöre zum Typus “Stammurlauber”. In einer vertrauten Umgebung beginnt die Erholung schon ab dem ersten Tag. Die Wahrscheinlichkeit, von der Lokation enttäuscht zu sein, geht gegen Null. Wenn man weiß, dass sich das Hotel um stetige Verbesserung bemüht, kann man jedes Mal wieder neugierig sein, welche Schritte unternommen wurden. Und wenn man das “übliche Programm” mit Ausflügen etc. schon mal mitgemacht hat, kann man sich beim wiederholten Besuch direkt auf die Erholung konzentrieren, ohne das Gefühl zu haben, irgendwas zu verpassen.

In Zeiten von “HolidayCheck” & Co. ist das Risiko eines absoluten Reinfalls natürlich reduziert. Mal sehen, vielleicht wechsle ich irgendwann ins andere Lager.

Wenn man Glück hat, lernt man jeden Tag etwas dazu. Neulich, beim Durchstreifen meiner favorisierten Blogs (und Blogs auf deren Blogroll) fiel mein Blick auf einen Beitrag. In einem Kommentar zu diesem Beitrag beschwerte sich ein Leser, dass doch bitte die völlig falsche Schreibweise “Stehgreif” durch das korrekte “Stegreif” ersetzt werden solle. Nanu? So spontan hätte ich doch auch “Stehgreif” geschrieben?

Flugs die Wikipedia zu Stegreif konsultiert (zu solchen Themen stehen dort ja durchaus verlässliche Informationen), und schon war ich klüger. Wenn man die Wortherkunft kennt, ist die richtige Schreibweise auch plötzlich viel plausibler.