Der wöchentliche Kinobesuch führte mich in “Focus” mit Will Smith. Man kann wenig über den Inhalt des Films erzählen, ohne gleich Spoiler-Gefahr zu laufen, deshalb versuche ich es erst gar nicht. Deshalb nur so viel: ein sehr abwechslungsreicher Film mit vielen Wendungen. Und einem überaus lustigen Kurzdialog, der mit den unsterblichen Worten endet: “Klär’ das mit Gott”.

Besonderer Bonuspunkt: keine nervenden Kinder.

Nach dem Überflop “Jupiter Ascending” letzte Woche war diese Woche der Hoffnungsträger aller Action-Fans am Start: Jason Statham als Nick Wild in “Wild Card”.

Ein echter Statham. Leicht abgebrochener Held, cool bis unter den Gefrierpunkt und wie immer saubere Kampfaction. Dazu angenehm kurz: rund 90min. Unnötige Längen kann man dem Film sicher nicht vorwerfen.

Der typische Kinokritiker wird sicherlich Storymängel anmeckern, holzschnittartige Charaktere usw. – was erfahrungsgemäß daran liegt, dass diesen Menschen der intellektuelle Zugang zu einem guten Actionfilm schlicht fehlt.

 

Es gibt sie noch, die echten Action-Kracher. Filme, bei denen sich niemand über eine dünne Story aufregt. Filme, in denen der Verbrauch von Kunstblut in Litern gemessen wird. Filme, in denen der einsame Held ganze Horden von Gegnern plattmacht.

“John Wick” mit Keanu Reeves in der Hauptrolle ist genau so ein Action-Kracher. Entfernt erinnert er an “Shoot’ em up” oder “Hitman”. Seit “Matrix” hat Mr. Reeves ja recht wenig Vorzeigbares abgeliefert – vielleicht wäre “Constantine” zu nennen oder “47 Ronin”. So überzeugend wie in “John Wick” war er aber höchstens in “Speed”. Falls sich daran noch jemand erinnert.

 

Der wöchentliche Kinobesuch führte mich dieses Mal in “The Equalizer”. Endlich mal wieder ein richtiger Action-Kracher – ich fand ihn “Statham-artig”, was als großes Kompliment zu verstehen ist. Denzel Washington in Hochform, aus meiner Sicht sein bester Film seit “Man on Fire”. Wobei “Déjà Vu” und “Inside Man” sicher auch sehr gut waren.

Warum auf dem Kinoplakat “Von dem Regisseur…” steht, wissen wohl nur die Korrekturleser von Sony Pictures. Tut dem Filmgenuss aber keinen Abbruch.

Der wöchentliche Kinobesuch führte mich dieses Mal in “Gone Girl – Das perfekte Opfer”. Einer der besten Filme des Jahres. Eine großartige Mischung aus Thriller und Krimi, mit einem sehr durchdachten und wendungsreichen Plot. Rosamund Pike spielt großartig. Bei Neil Patrick Harris muss man keine Sekunde an “How I met your mother” denken. Und nicht mal Ben Affleck kann diesen Film ruinieren (vgl. auch Kevin Costner in “No way out”).

Das größte Kompliment für den Film: obwohl er 150 Minuten läuft, gibt es keinerlei Längen. Einer der besten Filme dieses Jahr.

Dieser Blog-Beitrag ist CRH gewidmet, der diesmal aus verständlichen Gründen unserem üblichen Büro-Kurzreview des Kinodienstags nicht beiwohnen konnte.